Kirchliche TelefonSeelsorge in Berlin und Brandenburg

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Die Kirchliche TelefonSeelsorge Frankfurt (Oder)

Die Kirchliche TelefonSeelsorge Frankfurt (Oder) wird zum großen Teil durch den ehrenamtlichen Dienst unserer freiwilligen MitarbeiterInnen (zurzeit 30 ehrenamtliche TelefonSeelsorgerinnen und TelefonSeelsorger, davon 26 Frauen und 4 Männer) getragen. Für die vollständige Organisation und Verwaltung sowie die Betreuung der Ausbildung und die Erstellung der komplexen Dienstpläne für die Ehrenamtlichen sind zwei in Teilzeit Beschäftigte verantwortlich.

„Schreibe einen Aufsatz über deine Träume“

Diese Aufgabe haben viele Schüler gestellt bekommen, so auch Tommy, der in den fünfziger Jahren irgendwo in Schweden eine kleine Dorfschule besuchte.

Für Tommy gab es viel, wovon er träumen konnte, aber sehr wenig, worauf er seine Träume bauen konnte. Seine Familie war arm und hatte häufig umziehen müssen, da sie immer wieder dorthin ziehen mussten, wo Tommys Vater eine Arbeit finden konnte. Darum hatte Tommy nur wenige richtige Freunde und war in der Schule hoffnungslos hintendran. Aber Träume hatte er!

An diesem Abend strengte Tommy sich mächtig an mit seinem Aufsatz: „Wenn ich groß bin, will ich Künstler werden und in einem Haus auf dem Land wohnen, das ich selbst gebaut habe.“ Ganz sorgfältig zeichnete Tommy Skizzen, wie das Haus aussehen sollte, und er war mächtig stolz, als er am nächsten Tag seinen Aufsatz beim Lehrer abgab.

Drei Tage später bekam er seinen Aufsatz zurück, mit einer großen, roten sechs in der oberen Ecke. Die schlechtest mögliche Beurteilung! Als der Unterricht vorbei war, ging Tommy nach vorn zum Lehrer und fragte, warum er eine Sechs auf seinen Aufsatz bekommen hatte.

„Das hier ist ein völlig unrealistischer Traum für einen Jungen wie dich. Du bist arm, hast fast keine Schulbildung, du hast keinerlei künstlerische Begabung und du weißt nichts darüber, wie man ein Haus baut. Wenn du einen Aufsatz über einen realistischeren Traum schreibst, dann kann ich dir eine bessere Note darauf geben.

Tommy wusste nicht, was er tun sollte. Er dachte den ganzen Heimweg darüber nach und am Abend beim Zubettgehen fragte er seinen Vater, was er tun sollte. Sein Vater setzte sich auf Tommys Bettkante und schaute ihn ernst an.

„Das ist dein Traum Tommy“, sagte er. „Du musst entscheiden, wie wichtig er für dich ist.“
Am nächsten Tag gab Tommy denselben Aufsatz noch einmal ab. „Sie können bei dieser Note bleiben und ich bleibe bei meinem Traum.“
Dreißig Jahre später erzählte Tommy diese Geschichte zwanzig Kindern, die zu ihm zu einem Malkurs gekommen waren.

„Das erzähle ich euch, nachdem ihr nun in einem Haus auf dem Land seid, das ich selbst gebaut habe. Und morgen will ich euch die Ausstellung zeigen mit Bildern, die ich gemalt habe. Über dem offenen Kamin habe ich meinen Aufsatz eingerahmt aufgehängt. Das erinnert mich daran, dass ich meine Träume nicht aufgeben soll. Und ihr sollt euch auch von niemandem eure Träume stehlen lassen.“

Aus: “Ich habe nach dir gewonnen” – Weisheitsgeschichten für einen anderen Blick auf das Leben von Kristina Reftel

Liebe Leserin, lieber Leser,

auch wir wollen uns unsere Träume nicht stehlen lassen. Wir träumen von einer TelefonSeelsorge in Frankfurt (Oder) mit immer mehr Ehrenamtlichen, die Menschen in seelischer Not ein Stück Lebenszeit schenken und ihnen zuhören. Wir träumen, obwohl die Realität momentan anders aussieht und wir große Probleme haben, neue Ehrenamtliche zu gewinnen. Wir träumen davon, dass unsere Arbeit langfristig finanziell auf sicheren Füßen steht. Wir arbeiten daran, dass unsere Träume wahr werden.

Sie können mit uns an diesen Träumen arbeiten! Unterstützen Sie die TelefonSeelsorge in Frankfurt (Oder) mit Ihrer Spende oder einer Mitgliedschaft im Förderverein der Kirchlichen TelefonSeelsorge Berlin‑Brandenburg e.V.

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